It's cool, man!
(wd) 34,2° Celsius im Schatten, die Sonne brennt erbarmungslos auf die Insassen des silbernen R 107, einem Roadster aus dem Hause Mercedes - Benz, von kundiger Hand erbaut im Jahre 1980. Einer der letzten echten Roadster in einer langen SL - Tradition, Stoßstangen aus massivem Chrom, Zierleisten aus demselben Material und weitgehend verschont geblieben von elektronischen Wundern. Einer der ersten seiner Gattung, dieses Exemplar mit einem Hubraum von exakt 4939 Kubikzentimetern verließ als Nr. 137 die Städte seiner Geburt! Aber genug der bewundernden Worte für dieses Glanzstück aus Chrom, Stahl und Leder und kümmern uns um die Insassen…..
Der Fahrer wendet sich an seine Beifahrerin mit den Worten,
"Liebling, mich dürstet ein wenig"
Worauf "Liebling" antwortet,
"Cola, Fanta, Sprudel oder Saft?"
"Oh, eine Cola wäre mir sehr recht"
Die Beifahrerin dreht sich um und greift zwischen den Sitzen nach hinten, wo auf der Ablage eine Kühlbox steht. In dieser lagern, gut gekühlt versteht sich, diverse Getränke für unterwegs……
Ja, eine feine Sache, doch vor dem Kauf muss man wissenm, dass es unterschiedliche Systeme
der Kühltechnik gibt. Für das Bordnetz eigenen sich so genannte Thermoelektrische Kühlboxen.
Sie sind recht kompakt in ihren Abmessungen und auch relativ leicht. Das nutzbare Volumen ist dennoch recht groß, weil sie über wenig Technik verfügen. Außerdem sind sie umschaltbar und dadurch auch zum Warmhalten geeignet.
Das Thermoelektrischen Prinzip (Peltier-Effekt) arbeitet direkt mit 12V Gleichspannung und ist daher im Prinzip ideal, die Geräte arbeiten auch sehr leise, haben aber einen sehr schlechten Wirkungsgrad im Vergleich zur nachfolgend gezeigten Kompressorkühlbox, die mit einem Bruchteil der Energie, (¼) auskommt.
Die Kühlleistung ist recht bescheiden, tiefer als +5° kommen sie kaum. eEs ist erforderlich, das Kühlgut schon gut im heimischen Kühlschrank erkalten zu lassen, ehe man es in die Box gibt.
In der kleinen, (blauen) Box finden zwei ausgewachsene Sprudelflaschen und einige kleine Flaschen, (0,3) gut Platz.
Die rechts im Bild befindliche Kompressorbox (ein Veteran der uns schon lange gute Dienste leistet),plagt den Besitzer durch ein wesentlich höheres Gewicht und der Platz,welcher durch die Technik beansprucht wird, ist größer.
Die Kompressorbox arbeitet wie der heimische Kühlschrank, ein Kompressor verdichtet ein gasförmiges Kältemittel, welches sich dabei erwärmt; diese Wärme wird im Verflüssiger wieder abgegeben…....aber wen interessiert das?
Wichtig für den Kauf ist der oft um ein 10 oder 20faches höhere Kaufpreis bei aber ungleich besserer Energieausnutzung. +5° Celsius sind für eine Kompressorbox auch bei warmen Kühlgut keine große Sache, auf volle Kühlleistung gestellt, verwandelt sie eine komplette Befüllung in relativ kurzer Zeit in ewiges Eis….(ich war hochgradig erstaunt)
Beide hier gezeigten Geräte haben eine Leistungsaufnahme von je 35 Watt, das sind etwa 3 Ampere. Damit ist eine voll geladene 55 AH Batterie in der Lage die (blaue) Thermobox etwa 15 Stunden zu betreiben, (ein Akku wird im Prinzip nie ganz voll) die graue Kompressorbox schafft damit aber beinahe 60 Stunden! (haben wir getestet, kein Problem)
Nun ist es im Auto aber selten nötig, lange Kühlzeiten ohne Motorlauf zu erzielen und eine gewisse Zeit wird die Kälte ja auch vom preiswerten Gerät gehalten. Bei einer Ausfahrt zählt ohnehin nur die Zeit des Motorstillstandes die dann an der Batteriekapazität nagt; für die gelegentliche Nutzung also unterm Strich die bessere Wahl.
Ampere = Watt durch Volt…hier also 35 : 12 = ca. 3 Ampere
Betriebsdauer mit der Batterie: Amperestunden AH durch Ampere A = Betriebsdauer.
Natürlich benötigt die Batterie auch Reserven, um den Motor wieder zu starten, also nie übertreiben mit der Kühlerei!
Der Betrieb ist über den Zigarettenanzünder einwandfrei möglich. Ich habe mir allerdings ein Kabel nach hinten unter die Ablage gelegt.
Gruß
Willy
Text/Fotos:
Willy Damrath